Fachberatung

Ein eigener Garten? „Viel zu kompliziert, viel zu aufwendig, da kenne ich mich gar nicht aus", urteilt so manches Großstadtgewächs voreilig. Und so bleibt der Traum von der grünen Oase und der eigenen Ernte oft ein Traum. Dabei ist es gar nicht schwer, ihn Wirklichkeit werden zu lassen. Die wichtigste Voraussetzung für den Anbau von Obst und Gemüse – die eigene Scholle – gibt es im Kleingärtnerverein. Aus diesem Grund ist „Gärtnern für Anfänger" Schwerpunktthema der ersten Ausgabe 2010 der BDG-Verbandszeitschrift DER FACHBERATER. Der Zeitpunkt ist richtig gewählt: Viele Neupächter in den Kleingartenanlagen unternehmen in den nächsten Wochen ihre ersten Versuche in Sachen Gärtnern. Dass und wie der Vereinsvorstand, der Fachberater und auch die „alten Hasen" der Kleingartenanlage den Neuen unter die Arme greifen können – aber bitte ohne erhobenen Zeigefinger –, erklärt die Zeitschrift ausführlich. Um neugierig zu machen, sind einige Beiträge der aktuellen Ausgabe von DER FACHBERATER und weitere nützliche Dokumente diesmal auch online erhältlich.

Jetzt den eigenen Obst-Naschgarten anlegen

Mehrere rote Himbeeren an einem Strauch„Tut es weh, wenn man Stachelbeeren isst?" „Schmecken Erdbeeren nach Erde?" „Sind Himbeeren nur was für Jungs?" Viele Kinder und Jugendliche werden mit Fastfood-Werbung und Süßigkeiten bombardiert und haben keine Ahnung mehr von Obst. Doch das lässt sich leicht ändern. Der Bundesverband Deutscher Gartenfreunde e.V. (BDG) rät dazu, im Herbst einen eigenen Naschgarten anzulegen. Von der Hand direkt in den Mund gepflückt, überzeugt frisches Obst noch jedes Computer-Kind.

Süß und saftig

Obst wird nur noch selten gelagert und verarbeitet, weil es zu unschlagbaren Preisen jederzeit im Supermarkt verfügbar ist. Für den Frischverzehr und für zwischendurch ist Naschobst jedoch ideal. Es ist besonders süß und saftig. „Deshalb ist Naschobst auch nicht so gut für die Lagerung und den Transport geeignet, sondern verschwindet am besten gleich im Mund", erklärt Thomas Wagner, Fachberater beim BDG. Das eigene Obst ist nicht nur leckerer als gekauftes, sondern auch gesünder: „Es ist ungespritzt und enthält wichtige Vitamine."

Heute am 18.11.2008 um 11 Uhr proklamierte der Träger des Alternativen Nobelpreises (Right Livelihood Award) von 1997, Herr Professor Michael Succow, das Insekt des Jahres 2009, es ist die Gemeine Blutzikade (Cercopis vulnerata). Die Pressekonferenz fand im Naturkundemuseum in Berlin statt.

Das Insekt des Jahres 2009, die Gemeine Blutzikade, ist ganz harmlos und saugt nur an Pflanzen. Der Name des neun bis elf Millimeter großen, schwarzen Tieres kommt von dem auffallend roten Muster auf den Flügeln, die dachförmig zusammengelegt werden. Die Blutzikade hat sich in den letzten Jahren bis zum Nord-Ostsee-Kanal nach Norden verbreitet, den sie wohl aufgrund ihrer schlechten Flugfähigkeit nicht überqueren kann.

Zum ersten Mal wird mit der Blutzikade ein Insekt des Jahres für den gesamten deutschsprachigen Raum, also für Österreich, die Schweiz und Deutschland deklariert.

Aus Spielplätzen werden Gärten

Auf den Spielplätzen legt der Lehrer Heinrich Karl Gesell bald "Kinderbeete" an, in denen Kinder das Gärtnern lernen sollen. Da Spielen interessanter bleibt als Gärtnern, hacken und jäten bald die Eltern. Aus den "Kinderbeeten" werden "Familienbeete". Wenig später parzellieren und umzäunen die Eltern Beete und benennen sie um in "Schrebergärten". Binnen kurzer Zeit werden die Kleingärten immer beliebter. 1870 gibt es bereits 100 Gärten in Leipzig und rasch gründen andere deutsche Städte ihre "Gartenkolonien". In den Zielen des 1907 gegründeten "Verbandes der Garten- und Schrebervereine" steht die Kindererziehung noch immer vor der Gartenarbeit. In vielen Schrebervereinen bleibt der Spielplatz der Mittelpunkt der Gartenanlage.

Mit wenig Aufwand zur eigenen Gartenapotheke

Der Kräutergarten im unserem Lehr- und Versuchsgarten mit den unterschiedlichen und verschiedenfarbigen Kräutern. Vorne ist eine weiß-grünliche Kräuterpflanze zu sehenNatürliche Heilverfahren werden immer beliebter. Der Wunsch nach Alternativen führt zu einem deutlichen Trend im Gartenbeet - dem Trend zum Anbau von Heilkräutern. Auch so manche Pflanzen, die in der Regel als Küchengewürze genutzt werden, bergen Heilwirkungen in sich. Welche davon jetzt angebaut werden können und wie man es richtig macht, erklärt der Bundesverband Deutscher Gartenfreunde e.V. in Berlin.

Was kann ich jetzt anpflanzen?

Zu den Kräutern, die jetzt im Mai angepflanzt werden können, zählen zum Beispiel Basilikum, Fenchel, Thymian und Oregano. Bei sachgerechter Aufbereitung können sie verschiedene Beschwerden lindern. Basilikum etwa wirkt heilsam bei Erkältungen und Fieber. Getrocknet kann er als Aufguss in heißem Wasser zur Inhalation und in Bädern verwendet werden. Fenchel dagegen wirkt schleimlösend und daher gut bei Husten. Thymian wird aufgrund seiner antiseptischen Wirkung unter anderem bei Wundheilung eingesetzt und Oregano zeichnet sich durch eine desinfizierende Wirkung auf den Magen-Darm-Trakt aus.