Fachberatung

Mit wenig Aufwand zur eigenen Gartenapotheke

Der Kräutergarten im unserem Lehr- und Versuchsgarten mit den unterschiedlichen und verschiedenfarbigen Kräutern. Vorne ist eine weiß-grünliche Kräuterpflanze zu sehenNatürliche Heilverfahren werden immer beliebter. Der Wunsch nach Alternativen führt zu einem deutlichen Trend im Gartenbeet - dem Trend zum Anbau von Heilkräutern. Auch so manche Pflanzen, die in der Regel als Küchengewürze genutzt werden, bergen Heilwirkungen in sich. Welche davon jetzt angebaut werden können und wie man es richtig macht, erklärt der Bundesverband Deutscher Gartenfreunde e.V. in Berlin.

Was kann ich jetzt anpflanzen?

Zu den Kräutern, die jetzt im Mai angepflanzt werden können, zählen zum Beispiel Basilikum, Fenchel, Thymian und Oregano. Bei sachgerechter Aufbereitung können sie verschiedene Beschwerden lindern. Basilikum etwa wirkt heilsam bei Erkältungen und Fieber. Getrocknet kann er als Aufguss in heißem Wasser zur Inhalation und in Bädern verwendet werden. Fenchel dagegen wirkt schleimlösend und daher gut bei Husten. Thymian wird aufgrund seiner antiseptischen Wirkung unter anderem bei Wundheilung eingesetzt und Oregano zeichnet sich durch eine desinfizierende Wirkung auf den Magen-Darm-Trakt aus.

Eine Ambrosia-Pflanze mit ihren grünen aufrechten Stängel und dreiarmigen grünen Blättern. Die Ambrosia kann für manche Menschen zu starken allergischen Reaktionen führen.Sie macht erneut von sich reden: Die Beifussblättrige Ambrosie (Ambrosia artemisiifolia). Die ursprünglich aus Nordamerika stammende Pflanze verbreitet sich in heimischen Gefilden invasiv und gelang hauptsächlich über Vogelfutter in die Haus- und Kleingärten. Der sehr allergene Pollen der Ambrosie kann Symptome ähnlich der Gräserpollen-Allergie verursachen: triefende, juckende Nase; tränende, geschwollene Augen. Auch Asthma kann ausgelöst werden. Die Ambrosie ist eine sommerannuelle (einjährige) Pflanze, deren Wuchshöhe stark vom Umfeld (Bodenart, Licht, Feuchtigkeit, etc.) abhängt und von etwa 30 bis 150 cm variieren kann. Botaniker beschreiben ihre Blätter als „doppelt fiederteilig, gestielt". Der meist rötliche Stängel ist behaart, robust und verzweigt sich stark. Die Pflanze ist einhäusig (weibliche und männliche Blüten an einer Pflanze) und wächst ab Ende April auf allen Böden.

Buch "Mein Schrebergarten"Oft wird behauptet, man werde mit dem „grünen Daumen" geboren oder habe nie das Zeug dazu. Doch Gärtnern kann man lernen. Wissen über den Anbau und die Kultur von Pflanzen wurde früher selbstverständlich von Generation zu Generation weitergegeben. Im Zeitalter von PC und digitalen Medien ist das nicht mehr selbstverständlich und lässt so manchen zurückschrecken vor dem Wunsch nach einem Fleckchen Grün, dem eigenen Kleingarten.

Das muss nicht sein! Gartennachbarn und der Vereinsfachberater stehen mit Rat und Tat zur Seite. Und damit sich beim Neupächter einer Parzelle Gartenlust statt Gartenfrust breit macht, ist das „gewusst wie" besonders wichtig.

Unser Tipp: Der KOSMOS Verlag hat in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband Deutscher Gartenfreunde (BDG) unter Leitung von Achim Friedrich ein Gartenbuch speziell für Kleingärtner herausgegeben, das seit Anfang Juni im Buchhandel erhältlich ist. 

Produktinformation:
Gebundene Ausgabe: 128 Seiten
Verlag: Kosmos (Franckh-Kosmos); Auflage: 1 (2007)
ISBN-10: 3440108422
ISBN-13: 978-3440108420
Das Buch ist für 12,95 € im Handel erhältlich.

Kinder auf einer Schaukel im Garten. Im Hintergrund eine Holzlaube und ein geöffneter Geräteschuppen.

Einen Kleingarten pachten - das ist einfacher, als mancher denkt. Doch die Entscheidung für einen Kleingarten will sorgfältig durchdacht sein, prägt sie doch entscheidend das künftige Leben der ganzen Familie. Zur Entscheidungshilfe hier ein paar Fragen, die sich angehende Kleingärtner(-innen) zunächst unbedingt stellen sollten:

  • Habe ich Lust, im Garten zu arbeiten?
  • Habe ich Freude an der Natur, will ich eigene Erträge aus dem Garten?
  • Reicht meine Freizeit für die Anforderungen, die der Garten stellt?
  • Werden mein Partner, meine Kinder gerne mitmachen?
  • Kann ich mich in einen Verein integrieren?
  • Bin ich bereit, aktiv am Vereinsleben teilzunehmen?

Alle Fragen mit "ja" beantwortet? Wunderbar! Dann könnte ein Kleingarten gut zu Ihnen passen.

KENNEN SIE DAS? Sie haben Lust auf sonnensatte Tomaten oder süße Erdbeeren - aber im Supermarkt gibt es nur geschmacksneutrale Einheitsware? Sie wollen mit Ihrer Familie fröhlich grillen - ohne dass sich Ihr Balkonnachbar über die angebliche Geruchsbelästigung beschwert? Sie sehnen sich nach einem verträumten Stündchen im Liegestuhl doch alles, was Sie haben, ist ein Klappstuhl im schattigen Hinterhof? Haben Sie schon mal an einen Kleingarten gedacht?

ICH UND EIN KLEINGARTEN? ALSO ICH WEISS NICHT... Sie denken bei Kleingarten an Gartenzwerge und genormte Heckenhöhen? Vergessen Sie's! Die ersten Gartenkolonien entstanden vor rund 200 Jahren. In dieser langen Zeit haben sie sich manches Klischee anstecken lassen müssen - und wieder abgeschüttelt.

Heute sind die kleinen Gärten das grüne Wohnzimmer mitten in der Stadt. Näher und unkomplizierter ist Erholung nicht zu haben. Hier treffen Junge auf Alte, Familien auf Singles, Professoren auf Handwerker. Was sie alle gemeinsam haben, ist die Freude an der Natur, das Vergnügen am Gärtnern und die Lust, im Grünen zu genießen. Kleingärten bieten Gemeinschaft - und lassen jedem seine Individualität. Es liegt an Ihnen, was Sie daraus machen.

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