Kinderfragen

Luke (6 Jahre): „Kommt die Taybeere aus Thailand?“

Lieber Luke,

es ist durchaus möglich, dass es auch in Thailand Taybeeren gibt, aber ihre Herkunft haben sie in Schottland.

1962 wurden die ersten Pflanzen der Taybeere auf den Markt gebracht. Gezüchtet wurden sie aus Himbeere und Brombeere, nahe dem schottischen Fluss Tay, der zum Namensgeber dieser Pflanze wurde.

Mira (5 Jahre) fragt: „Haben Hummeln auch eine Königin?“

Eine Hummel sitzt auf einer violettfarbigen Pflanze und befruchtet diese. Die Hummel hat ein schwarz-gelbes Fell und hat im unteren Teil ein weißes Ende.Eine Hummel bei der ArbeitLiebe Mira,

ja, Hummeln haben auch eine Königin.

Hummeln gehören mit zur großen Familie der staatenbildenden Insekten. Sie sind bei Kälte nicht ganz so empfindlich, wie zum Beispiel die Honigbiene, weshalb man im Frühjahr eher Hummeln, als Bienen sieht. Allerdings sammeln Hummeln keinen Honig. Dennoch sind sie sehr wichtig bei der Befruchtung der Blüten. Vor allem bei allen Pflanzen, die sehr früh im Jahr blühen, wenn es für Bienen noch zu kalt ist.

Übrigens: nicht alle Bienenarten haben Königinnen. Es gibt auch so genannte Solitärbienen. Bei diesen Arten legt die Biene ihre Eier, zusammen mit Nahrung aus Pollen, in angelegte Bruthöhlen, die dann mit einer zementartigen Schicht verschlossen werden. Sobald die geschlüpften Larven sich zur erwachsenen Biene entwickelt haben, durchbrechen sie den Verschluss der Bruthöhle und fliegen hinaus in die Welt.

Joana (9 Jahre) fragt: „Gibt es auch essbare Blüten?“

Die Kapuzinerkresse hat rote Blüten und ist in der Mitte gelb. Die grünen Blätter haben eine ründliche Form.Eine KapuzinerkresseLiebe Joana,

es gibt auch essbare Blüten. Viel mehr sogar, als man meist denkt.

Natürlich solltest Du nicht alle Blüten probieren, aber einige Sorten können wir Dir empfehlen, weil sie als Beilagen auf Kuchen oder auch in Salaten, besonders schmackhaft sind.

Einige Beispiele für essbare Blüten sind Kapuzinerkresse, Veilchen, Gänseblümchen, Rosen, Holunderblüten, Huflattich, Löwenzahn, Knoblauchrauke, Ringelblume, so wie viele andere Blüten.

Aber bitte frage einen Elternteil, bevor Du eine dieser Blüten probierst, um Verwechslungen mit anderen, ungenießbaren oder gar giftigen Blüten, zu vermeiden. Niemals ohne Erlaubnis Deiner Eltern Blumen naschen!

Leon (11 Jahre) fragt: „Warum sind Blätter fast immer grün?“

Durch das dichte grüne Blattwerk scheint die Sonne hndurchDurch das dichte grüne Blattwerk scheint die Sonne hindurch (Foto: Rosel Eckstein  / pixelio.de)Lieber Leon,

dass die Blätter meist grün sind, liegt am Chlorophyll, dem Blattgrün.

Dieses Chlorophyll benötigen Pflanzen, um Energie aus dem Sonnenlicht zu ziehen, das sie, zusammen mit Wasser und Kohlendioxid, in Nährstoffe, wie Glukose, umwandeln.
Dabei reflektiert das Chlorophyll die grünen Anteile des Sonnenlichts, während es andere Farbanteile absorbiert.
Die Glukose wiederum, wird von der Pflanze benötigt, um andere Speicherstoffe zu bilden. Dazu gehört auch Stärke und Zucker.
Diesen sehr komplexen Vorgang nennt man Photosynthese und beschreibt im Grunde den Stoffwechsel, den die Pflanze zum überleben braucht.

Es gibt auch Pflanzen mit roten Blättern. Hier ist der Anteil an Chlorophyll niedriger, als der rote Farbstoff Anthocyan.

Stefanie (6 Jahre) fragt: „Warum wird im Herbst das Laub auf den Bäumen so bunt?"

Buntes Herbstlaub schimmert grün-rot-goldlich in der Sonne„Das hängt mit dem kommenden Winter zusammen. Wir hier in Deutschland haben sehr kalte Winter mit Schnee und Eis und dann können die Bäume ihr Laub nicht behalten, es würde erfrieren. Da ein Baum aber so viel wie möglich von seinen Blättern behalten will, fängt er nach den ersten frostigen Nächten im Herbst an, den grünen Farbstoff aus seinen Blättern herauszuziehen und im Stamm und in den Wurzeln einzulagern, so wie wir Wintervorräte anlegen. Danach zieht er den roten Farbstoff heraus und lagert ihn ein bis nur noch der gelbe übrig bleibt. Alle diese Farbstoffe sind schon im Frühling da, werden aber von der grünen Farbe überdeckt. Am Ende fallen die gelben Blätter herunter. Sie bilden aber nach der Zersetzung durch Pilze und Bakterien noch einen wichtigen Dünger für den Baum im nächsten Jahr und sollten deshalb unter ihm liegen bleiben."

 

Auf dem Bild kann man sehr schön sehen, dass zuerst die grüne und dann die rote Farbe aus dem Blatt verschwindet. Übrig bleibt die gelbe Farbe und die fällt mit dem Laub herunter vom Baum. Im Laufe des Herbstes vertrocknet das Blatt und wird braun.