Igelli ist ein Comic-Igel und trägt eine blaue Hose und gelbe Schuhe.Unser bekennender Apfelkenner Igelli hat ein paar Tipps für Euch, was man Leckeres aus Äpfeln zubereiten kann.

Im Herbst ist die Zeit, in der all die leckeren Apfelsorten reifen. Manche bereits Ende August, andere erst im September oder Oktober. Selbst ein noch eher junger Apfelbaum kann viele Kilogramm Äpfel heranreifen lassen und in den Supermärkten und auf den Wochenmärkten, werden die Äpfel sehr günstig angeboten, da es um diese Jahreszeit eben auch sehr viele von ihnen gibt.

Nahaufnahme eines roten Apfel, der in einem Baum hängtAus Äpfeln kann man viele Leckereien zaubern. Man reibt sie zum Beispiel an Rotkohl, um ihm eine fruchtige Note zu verleihen, backt leckere Kuchen mit einer Apfelfüllung, füllt damit den Braten oder isst die Äpfel einfach frisch. Manche Menschen gewinnen aus großen Mengen Äpfeln auch Apfelsaft, der, nicht wärmebehandelt, im Kühlschrank ein paar Tage haltbar ist. Wir möchten Euch die Idee vorstellen, aus Äpfeln ein leckeres Kompott, Mus oder einen Brotaufstrich zu kochen, der lange haltbar ist.

Wollt Ihr Kompott oder Brotaufstrich haltbar machen, benötigt Ihr saubere Gläser mit Schraubverschlüssen. Ideal sind da Marmeladengläser, es funktioniert aber auch mit Gläsern, in denen Eure Eltern Gemüsekonserven gekauft haben. Weniger geeignet sind Gläser von Babynahrung, da deren Deckel sich manchmal nicht gut genug verschließen lassen. Die Gläser und Deckel werden, während die Apfelstücke köcheln, in heißes Wasser gelegt. Das hat den Hintergrund, dass kaltes Glas, das plötzlich mit etwas sehr Heißem in Berührung kommt, platzen und zerbersten könnte. Lag das Glas zuvor in heißem Wasser und wird dann mit der kochend heißen Apfelmasse befüllt, ist der Temperaturunterschied nicht so groß, dass das Glas bricht.

Überlegt Euch, ob Ihr die Apfelmasse lieber ganz fein oder mit weichen Fruchtstücken haben möchtet. Ein Kompott hat viele Fruchtstücken, ein Mus ist fein und frei von Stücken, während ein Brotaufstrich fein sein kann, aber auch kleine Fruchtstückchen haben darf.

Außer jeder Menge Äpfel und den Gläsern mit Schraubdeckeln, braucht Ihr noch Zitronen – je 1 kg Äpfel etwa 1 Zitrone - eine Zitronenpresse, um den Saft gewinnen zu können, einen größeren Topf, Kochlöffel, eventuell etwas Zucker, eine Suppenkelle, Etiketten und Stift, eine Scheidunterlage, Schälmesser, eventuell eine Reibe, eine Schüssel für die geschälten Äpfel und die Unterstützung eines Erwachsenen, da das Arbeiten mit einem Messer beaufsichtigt werden sollte.

Wer es etwas winterlicher im Geschmack mag, kann sich auch ein wenig gemahlenen Zimt zur Seite stellen. Dieser kommt aber erst ganz zum Schluss an die Apfelmasse, wenn diese also schon gekocht ist, denn Zimt kann etwas bitter werden, kocht man ihn zu lange. Ratsam ist auch, ein tieferes Backblech zu haben, auf dem die gefüllten Gläser auskühlen können und sich Geschirrhandtücher parat zu legen, falls man die heiß befüllten Gläser anfassen muss.

Zusammen mit einem Erwachsenen, schält Ihr nun die Äpfel, entfernt die Kerngehäuse und legt die geschälten Apfelstücken in Eure Schüssel.
Je nachdem, ob das Ergebnis stückig oder fein werden soll, schneidet Ihr nun die Äpfel in grobe Abschnitte, feinere Stückchen oder reibt sie mit der Reibe zu einem Brei. Um so größer die Apfelstücke sind, je länger müssen sie allerdings auch kochen, um weich zu werden.

Geschälte grün-gelbliche Apfelspalten im heißen Wasser werden zu einem Kompott gekochtPresst die entsprechende Menge Zitronen aus, entfernt Kerne aus dem Saft und gebt das zu Euren Äpfeln. Gut umrühren und ein wenig probieren, ob es Euch süß genug ist. Wenn nicht, gebt etwas Zucker hinzu. Aber immer nur eine kleinere Menge, gut mischen und dann erneut probieren, damit es nicht zu süß wird.

Nun wird die Apfelmasse in den Topf gegeben und auf dem Herd erhitzt, bis sie zu köcheln anfängt. Bei mittlerer Hitze köcheln lassen und immer wieder rühren, damit es nicht anbrennt. Aber Vorsicht! Die heiße Apfelmasse kann spritzen und Euch dabei treffen, was sehr schmerzhaft ist. Lasst Euch hier also bitte auch wieder von einem Erwachsenen helfen.

Ihr kocht nun die Apfelmasse einige Minuten. Mindestens 5 Minuten, sollten es sein. In dieser Zeit werden die Gläser und Deckel aus dem heißen Wasser genommen und mit der Öffnung nach unten, auf ein Geschirrhandtuch gestellt, damit die Wasserreste hinaus laufen.

Der Topf mit der nun fertig gekochten Apfelmasse wird vom Herd genommen. Wenn Ihr mögt, gebt Ihr jetzt eine Prise Zimt dazu und rührt diesen gut unter. Auch hier solltet Ihr Euch nun wieder von einem Erwachsenen helfen lassen, denn jetzt werden die Gläser befüllt, wobei man sich schnell verbrennen kann.

Vorsichtig, mit der Suppenkelle, die noch heiße Apfelmasse in die Gläser füllen. Bis kurz unter den Rand, sofort mit dem Schraubdeckel verschließen und die Gläser verkehrt herum, auf den Deckel, stellen. Damit erreicht Ihr, dass die Hitze der Apfelmasse eventuell noch verbliebene Keime in der Luft, die noch im Glas ist abtötet und sich ein Vakuum bildet, das Eure Apfelmasse länger haltbar macht.

Nach etwa 1 Stunde könnt Ihr die Gläser wieder richtig herum stellen, lasst sie gut auskühlen und beklebt sie mit Etiketten, auf denen steht, was im Glas ist und wann es gekocht wurde. Nun ist Euer Kompott, Mus oder Brotaufstrich ungeöffnet mindestens so lange haltbar, wie ein Glas gekaufter Marmelade. Aber wahrscheinlich ist das ohnehin nicht sonderlich wichtig, denn etwas so Leckeres, wird sicher sehr schnell aufgefuttert.


Text: Sylvia Koppermann
Bild "Apfel": LVBS
Bild: "Kompott": Werner Hagmüller / pixelio.de